Wo ist die Meteor jetzt?

20. September 2010

Verfolgen Sie hier die Schiffsposition.
http://www.sailwx.info/shiptrack/shipposition.phtml?call=DBBH.

Und Tschüss

12. Oktober 2010

Der sechste Teil “Und Tschüss” aus der Serie “Neues vom Peildeck”.
Autor: Dennis Fink vom Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (www.mpi-bremen.de)

Jagd auf heiße Quellen

7. Oktober 2010


Der fünfte Teil ”Jagd auf heiße Quellen” aus der Serie “Neues vom Peildeck”.
Autor: Dennis Fink vom Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (www.mpi-bremen.de)

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Unterwasservideos von der Entdeckung

7. Oktober 2010

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Aufregende Entdeckungen

7. Oktober 2010

Menez Gwen (37° N / 31° W), 6. Oktober 2011. Es kommt immer anders als man denkt, selbst in der Forschung. In der Vorbereitungsphase für diese Fahrt habe ich dem Regisseur Florian Gutknecht, der einen Dokumentarfilm über unsere Ausfahrt für das Fernsehen dreht, gesagt, dass es viele spannende Sachen auf der Ausfahrt gäbe, aber eins leider nicht: Wir würden mit Sicherheit keine neuen Hydrothermalquellen entdecken, da wir in ein Gebiet führen, das schon sehr gut erforscht ist und in dem es keinerlei Hinweise auf weitere Tiefseequellen gäbe. Seit Samstag, dem 2. Oktober wissen wir, dass dies nicht stimmt. Wir haben nicht nur eine neue Hydrothermalquelle entdeckt, wir meinen nun, dass dieses Gebiet von noch unentdeckten Hydrothermalquellen übersät sein könnte!

Wie kam es zu dieser Entdeckung, warum finden wir auf einmal Quellen die vorher nicht gesehen wurden? Die FS Meteor hat seit einigen Monaten ein neuartiges Fächerecholot, mit dem nicht nur der Meeresboden abgebildet werden kann, sondern jetzt auch die Wassersäule über dem Meeresboden. Damit sahen wir, dass über den uns bekannten heißen Quellen die aufsteigenden Gasblasen als ‘Fahne’ in der Wassersäule erkennbar waren – im 5. Videoblog von Dennis Fink ist dies schön zu sehen. Wir haben dann das Fächerecholot benutzt, um nach weiteren Gasblasen zu suchen und die Aufregung war groß, als uns Christian dos Santos Ferreira vom MARUM, der auf dieser Reise für das Fächerecholot verantwortlich ist, nach einer langen Nachtschicht müde aber stolz berichtete, dass er eine weitere Fahne etwa 5 Kilometer südlich von Menez Gwen gefunden hatte. Dank der geschickten Navigation der Meteor-Offiziere konnten wir dann punktgenau eine CTD-Rosette in diese Fahne setzen. Mit einer CTD (steht für conductivity, temperature, depth) werden Leitfähigkeit, Temperatur und Wassertiefe gemessen und mit den rosettenartig um die CTD angebrachten Wasserschöpfern können Proben gezielt aus verschiedenen Tiefen genommen werden. Als die CTD die für Hydrothermalquellen typischen Signale zeigte, haben wir eine Wasserprobe genommen und an Bord sehr hohe Methankonzentrationen gemessen, ein sicheres Indiz für hydrothermale Aktivität. Wir haben es darauf hin gewagt, einen ROV Tauchgang in dem neuen Gebiet anzusetzen. Das ist ein Wagnis weil es, wie ich im ersten Textblog schrieb, sehr schwer ist neue Quellen zu entdecken, man kann einen ganzen Tauchtag dadurch verlieren, dass man danach sucht aber immer wieder daran vorbeifährt. Christian dos Santos Ferreira hatte aber hervorragende Arbeit mit der Positionierung der Ausgangsquelle der Gasfahne geleistet: wir fanden die neue Quelle nur etwa 10 bis 20 Meter von der errechneten Position entfernt. Ein riesiger Erfolg! Marcel Zarrouk vom MARUM ROV Team hat ein Video mit den ersten Tauchaufnahmen der neuen Quelle für diesen Blog zusammengestellt.

Seit unserer Entdeckung suchen wir jeden Abend die Wassersäule nach Gasfahnen ab, und zu unserem Erstaunen haben wir mindestens fünf weitere gefunden. Leider haben wir keine Zeit mehr, um diese mit dem ROV zu erkunden, wir befinden uns seit heute auf der Rückreise nach Las Palmas. Aber eine meiner ersten Handlungen nach meiner Rückkehr wird die Beantragung einer neuen Forschungsfahrt in dieses Gebiet sein. Das dauert dann zwar wieder etliche Jahre, bis wir wieder hier herkommen könnten, aber das ist wie beim Fußball: nach der Ausfahrt ist vor der Ausfahrt!

Mit freundlichen Grüßen von Bord der Meteor

Ihre Nicole Dubilier

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Rund um die Uhr in Betrieb

29. September 2010

Menez Gwen (37° N / 31° W), 26. September 2011 – Auf einem Forschungsschiff wird rum um die Uhr gearbeitet, sieben Tage die Woche, für die gesamte Dauer der Ausfahrt. Jeder Tag muss best möglichst genutzt werden, denn eine Ausfahrt mit den großen deutschen Forschungsschiffen wie Meteor oder Maria S. Merian ist sehr teuer (etwa 35 000 € pro Tag) und die Planung und Logistik immens zeitaufwendig. Die Wissenschaftler planen eine Ausfahrt mehrere Jahre bevor sie tatsächlich stattfindet. Sie müssen zuerst einen 20-seitigen Antrag für die geplante Ausfahrt bei der Senatskommission für Ozeanographie der Deutschen Forschungsgemeinschaft einreichen. Dieser wird dann von mehreren Wissenschaftlern begutachtet, und etwa ein halbes Jahr später erfahren sie, ob der Antrag angenommen worden ist, oder ob sie diesen überarbeiten und erneut einreichen müssen. Ist eine Ausfahrt endlich genehmigt, beginnen etwa ein Jahr vorher die konkreten Vorbereitungen wie Treffen aller Fahrteilnehmer zur Planung der Versuche, regelmäßige Gespräche mit dem ROV Team zur Anpassung und Entwicklung der Geräte die mit Hilfe des ROVs in der Tiefsee eingesetzt werden sollen, Chemikalien und Geräte bestellen, Kisten packen, Zollformalitäten erledigen, Container und Luftfracht packen und verschicken, sowie Hin- und Rückflüge aller Wissenschaftler organisieren. Wir sind uns daher während der Ausfahrt ständig bewusst wie kostbar jede Stunde ist, und dass wir möglicherweise nie wieder die Möglichkeit bekommen werden, den gleichen Standort aufzusuchen und zu beproben.

Selbst der motivierteste Wissenschafter muss mal schlafen gehen, daher teilen wir uns die Arbeit im Schichtbetrieb ein. Der Tages- und Nachtrhythmus wird auf unserer Fahrt durch die Tauchzeiten des ROVs bestimmt. Im frühen Morgengrauen beginnt das ROV Team um 06:30 mit dem aufwendigen ‘predive check’ um das ROV für den Tauchgang vorzubereiten. Gegen 7 Uhr bringen die Wissenschaftler, die entweder noch von ihrer Nachtschicht wach sind oder gerade erst aufgestanden sind, ihre Geräte zum ROV und machen diese tauchklar. Um 08:30 steht das ganze ROV Team an Deck um mit Hilfe der Decksmannschaft und der Brücke das ROV auszusetzen. Während des zwölfstündigen Tauchganges sitzen jeweils zwei ROV-Piloten und zwei Wissenschaftler im Controllvan (einem 20 Fuß Container mit der Steuerzentrale des ROVs) und wechseln sich in der Regel alle 3 – 4 Stunden ab. Zum Mittagessen tauchen die ersten Wissenschaftler, die die Nacht durchgearbeitet haben, wieder auf und essen dann zum Beispiel Schweinshaxen mit Knödel und Rotkohl zum ‘Frühstück’. Am späten Nachmittag und frühen Abend sind dann fast alle wach, es werden Proben vom vorherigen Tauchgang zu Ende bearbeitet, oder Vorbereitungen für die Proben getroffen, die am Abend mit dem ROV hochkommen werden. Um 20 Uhr wird der ROV Tauchgang beendet und die halbe Stunde Zeit in der das ROV vom Meeresboden an die Oberfläche steigt nutzen wir, um uns alle zu treffen und den Tauchgang des nächsten Tages zu planen. Kaum ist das ROV sicher an Deck festgezurrt, stürzen sich die Wissenschaftler darauf, um ihre Proben so schnell wie möglich in die Bordlabore zu bringen und dort zu verarbeiten. Für viele beginnt jetzt erst richtig der Arbeitstag. Die Chemiker messen die ganze Nacht die Konzentrationen von Methan und anderen Gasen am Gas-Chromatographen, die Geologen sortieren die hochgebrachten Lavaproben oder erstellen Karten aus den während des Tauchganges aufgenommenen Bildern und Videos. Die Zoologen fixieren die Muscheln und andere Tiere auf verschiedenste Art und Weise, damit sie ihre Gene und Proteine nach der Ausfahrt in ihren Heimatlaboren untersuchen können und die Mikrobiologen übertragen die freilebenden und symbiontischen Bakterien in allerlei Medien um diese langfristig halten und kultivieren zu können. Gegen 2 bis 3 Uhr morgens wird einer zum Stullendienst in die Pantry geschickt und alle treffen sich kurz im großen Geolabor um in einer kurzen Verschnaufpause Unmengen von Käse- und Wurstbroten zu verschlingen, bevor es wieder im Labor weitergeht. Gegen 3 bis 4 Uhr gehen dann die ersten ins Bett, andere halten bis zum Frühstück um 7:30 durch und treffen dort die ersten gerade Aufgestandenen.

Wenn das ROV täglich taucht und Proben hochbringt, dann entsteht schon nach wenigen Tagen solcher Schichtarbeit ein gewisses “Und täglich grüßt das Murmeltier” Gefühl. Dann hilft nur eins, man legt sich für ein paar Stunden in eine Hängematte auf dem Peildeck und genießt, je nach Schicht, das blaue Meer und strahlende Sonne, oder das tiefdunkle Wasser und die leuchtenden Sterne.

Mit schönen Grüßen von der FS Meteor,

Ihre Nicole Dubilier

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Videoblog “Nachtarbeit” aus der Serie “Neues vom Peildeck”.

27. September 2010

3. Blog: Donnerstag ist Sonntag auf See

24. September 2010

Donnerstag ist Sonntag auf See

Menez Gwen (37° N / 31° W), 23. September 2011 – In diesem Blog wollte ich eigentlich beschreiben, wie ein typischer 24 Stunden Tag bei uns am Bord verläuft. Dieses Thema kommt in dem noch in Arbeit befindlichen 4. Videoblog von Dennis Fink, daher hier eine kleine Zwischenmeldung.

Auf See spielt das Essen eine stellenweise unfassbar wichtige Rolle. Ein guter Koch kann die Stimmung an Bord erstrahlen lassen, ein schlechter Koch sie beinah killen. Wir haben glücklicherweise Koch ‘Schnulli’ an Bord. Sein Essen und sein Wesen sind gleichermaßen prall (in eins der folgenden Videoblogs gibt es dann Schnulli live). Selbst bei 30°C Außentemperaturen serviert Schnulli Sauerbraten mit Knödel und Rotkohl, und es schmeckt trotzdem lecker. Heute ist Donnerstag, der auf See der Seemannssonntag ist. Donnerstags gibt es immer ein besonders gutes Essen, vergleichbar dem deutschen Sonntagsessen. Auf französischen Forschungsschiffen ist der Donnerstag der “Jour avec” an dem es sogar einen Aperitif vor dem Mittag- oder Abendessen gibt. Bei uns gab es zum Mittagessen zwar keinen Aperitif, aber das Menu ist trotzdem gehaltvoll: Spargelcremesuppe, Schweineschnitzel mit Champignonsauce überbacken, Broccoli-Blumenkohl mit Sauce Hollandaise, Safranreis und Steak-Haus-Pommes, und zum Nachtisch Eiscreme mit Erdbeeren und Sahne. Nach nur drei Stunden Pause ging es mit Kaffee und Kuchen weiter, auf dem bereits nach wenigen Stunden das Abendessen folgte. Wer es hier nicht schafft zu zunehmen hat entweder einen eisernen Disziplin oder keine Freude am Essen.

Neben dem Essen bleibt die Forschung weiterhin unsere andere Hauptbeschäftigung. Wir haben auf dieser Ausfahrt eine Reihe von Forschungsfragen, die wir beantworten möchten. Eine davon ist: Warum sind die Methankonzentrationen der Hydrothermalquellenflüssigkeiten (auch Ventfluide genannt) am Menez Gwen Vulkan so ungewöhnlich hoch im Vergleich zu anderen Hydrothermalquellenfelder am Mittelatlantischen Rücken? Methan trägt als starkes Treibhausgas zur Erderwärmung bei, daher möchten wir seine Entstehungswege im Meer besser verstehen. Die Beprobung von Methan in der Tiefsee ist allerdings nicht trivial. Die Behälter, mit denen die Proben genommen werden, müssen gasdicht sein, da sonst das Methan auf dem Weg von der Tiefsee an die Wasseroberfläche auf Grund des abnehmenden Druckes ausgasen würde. Außerdem müssen wir besonders heiße Ventfluide beproben, denn wir wissen, dass nur in diesen die für uns interessanten hohen Methankonzentrationen vorkommen. Um diese besonders heißen Flüssigkeiten zu finden, betreiben wir das ‘Sniffing’ oder ‘Schnüffeln’ von sogenannten Smokers oder auch rauchenden Vent-Schornsteinen, aus denen das kochendheiße Wasser aus dem Erdinneren herausströmt. Hierzu halten wir eine Temperatursonde mit dem Arm unseres ROVs MARUM-Quest in die Mündung des Smokers und können dann, durch die Online-Übertragung vom ROV auf das Schiff, sofort erkennen welche Temperatur die Ventfluide haben. (Eine solche Temperaturmessung im heißen Smoker mit bis zu 300°C heißen Flüssigkeiten ist im 3. Videoblog von Dennis Fink zu sehen.) Geeignete Ventfluide beproben wir dann mit besonderen gasdichten Probennehmern, die wir aus dem Woods Hole Ozeanographischen Institut in USA geliehen bekommen haben. Diese verweigern häufiger den Dienst, denn es kann passieren, dass ihr Ventil aus mechanischen Gründen nicht aufgeht, oder dass die Kommunikation zwischen diesen und dem ROV versagt, und wir keine Online-Temperaturwerte bekommen. So gesehen ist es jedes Mal ein halbes Wunder, wenn wir wieder eine vernünftige Probe auf das Schiff bekommen, an der wir dann die Methankonzentration mit Hilfe unseres mitgenommenen Gas-Chromatographen messen können. So ist das eben, wenn man in der Tiefsee arbeitet. Denn jede einzelne Probennahme ist unendlich viel komplizierter als eine vergleichbare Probennahme im flachen Wasser und es kann sehr viel schief gehen. Lohnen tut es sich aber auf jeden Fall, denn die Tiefsee spielt beim globalen Klimawandel eine entscheidende Rolle.

Mit freundlichen Grüßen von Bord der Meteor


Ihre Nicole Dubilier

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Mit dem Roboter in die Tiefe

21. September 2010


Der dritte Teil ” Mit dem Roboter in die Tiefe” aus der Serie “Neues vom Peildeck”.
Autor: Dennis Fink vom Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (www.mpi-bremen.de)

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2. Blog: Schon mehr als eine Woche um!

20. September 2010

Menez Gwen (37° N / 31° W), 18. September 2011 – Unglaublich! Schon seit über einer Woche sind wir unterwegs und es kommt einem einerseits wie wenige Tage, andererseits wie viele Wochen vor. So ist das auf dem Schiff. Jeder Tag ist anders und dadurch immer wieder aufregend und neu, aber durch den straff geregelten Arbeitsplan und die festen Essenszeiten (7:30 Frühstück, 11:30 Mittag, 15:00 Kaffee und Kuchen, 17:30 Abendessen) entsteht ein gewisser, fast routinemäßiger Arbeitsalltag (ganz zu schweigen von den Nächten, aber dazu mehr im nächsten Blog).

Gleich unserer allererster Tauchgang mit dem ROV MARUM-Quest war ein voller Erfolg. Wir konnten auf Anhieb die aktiven Hydrothermalquellenfelder am Menez Gwen Vulkan finden. Das ist bei weitem nicht selbstverständlich. Unter Wasser funktioniert das Satellitennavigationssystem GPS nicht, man muss mit Hilfe von akustischen Unterwassersendern arbeiten, die ständig die Position des ROVs mit der des Schiffes abgleichen. Aus der mit GPS ermittelten Position des Schiffes können wir dann die Absolutposition des ROVs errechnen. Allerdings kommt es bei diesem filigranen hin und her immer wieder zu leichten Verschiebungen, zum Beispiel wenn eine besonders hohe Welle die Position des Unterwassersenders des Schiffes minimal verschiebt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Sichtweite des ROVs wegen der Reichweite seiner Lichter und Kameras in der völligen Dunkelheit der Tiefsee maximal 10 – 15 Meter beträgt. So kann es passieren, dass man mit dem ROV ganz nah an einem Hydrothermalquellenfeld ist, es aber dennoch trotz intensiver Suche nicht finden kann.

In der ersten Woche konnten wir sechs ROV Tauchgänge erfolgreich durchführen und unsere Labore an Bord brummten rund um die Uhr mit Wissenschaftlern, die die vielen Proben bearbeiteten die das ROV hochgebracht hatte (was das für Proben sind und was wir damit machen beschreibe ich im nächsten Blog). Es lief so hervorragend, dass ich den großen Fehler machte, in der Steuerzentrale des ROVs mit den Piloten rumzufrotzeln dass wenn es so weiter ginge, wir es noch auf dieser Fahrt zum 300sten Tauchgang der Quest bringen würden, also noch 20 erfolgreiche Tauchgänge innerhalb nur 25 Arbeitstagen schaffen könnten. Es gibt eine Reihe von Sprüchen darüber dass man den Tag nicht vor dem Abend loben soll, auf Englisch sagt man viel direkter: “You shouldn’t have opened your big fat mouth”. Selbstverständlich sind wir als Wissenschaftler nicht abergläubisch, aber nur eine Stunde später musste der Tauchgang abgebrochen werden, weil der Arm des ROVs auf einmal nicht mehr funktionierte. An Bord stellte sich dann raus, dass wir einen schwerwiegenden Schaden hatten: ein Hydraulikschlauch am ROV Arm war geplatzt und Seewasser in das Hydrauliköl eingedrungen. Durch die mangelnde Schmierung wurde die Hydraulikpumpe zerfetzt, und die Metallspäne des Abriebs wurden schön fein im gesamten Ölkreislauf des ROVs verteilt. Der leitende ROV Pilot, Dr. Volker Ratmeyer und sein 7-köpfiges Team haben in drei Tagen harter und hochkonzentrierter Arbeit das ROV fast komplett zerlegt, gereinigt, und wieder zusammengesetzt und toi, toi ,toi, während ich diese Zeilen schreibe, taucht das ROV Quest wieder. Mehr schreibe ich aber jetzt dazu bestimmt nicht, denn ich bin zwar nicht abergläubisch, aber man soll ja sein Glück nicht herausfordern!

Von Bord der Meteor
Nicole Dubilier

PS: Mehr Informationen zu unserer Fahrt gibt es auf der Webseite der ‘Leitstelle’ die den Betrieb der Forschungsschiffe Meteor und Maria S. Merian organisiert: http://www.ifm.zmaw.de/de/leitstelle/reisen-des-fs-meteor/
Auf dieser Webseite finden Sie die wöchentlichen Berichte über unsere Ausfahrt (auf der Seite ein wenig nach unten scrollen, dort unter “Reise M82 Wassermassentransformation, Transporte und Hydrothermalismus” bei Abschnitt M82/3 die pdf Files abrufen).

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